Schlagwort: Danke

Riesen Dank!

Heute möchte ich außerhalb der Chronologie meiner Beiträge einmal ein riesen Dankeschön loswerden an alle, die mir öffentlich in den Kommentaren, durch ein Like oder mit ihren E-Mails zeigen, dass mein Entschluss, mich selbst zu öffnen und sichtbar zu werden – mit allen Konsequenzen – der richtige ist.

Ich weiß, es gibt so viele Menschen, die viel, viel schlimmere Krankheiten haben als ich, aber ich weiß auch, wie sehr man unter denen leiden kann, die ich habe. Sogar so sehr, dass nicht alle sie überleben.

Es gibt so viele, denen es ähnlich geht, die keine Lobby haben, die alleine zuhause oder in irgendwelchen Kliniken sitzen, weil keiner erkannt hat, was wirklich Phase ist und niemand an sie glaubt. Manche sind so krank, dass sie sich nicht mehr angemessen äußern können. Ich kann es heute. Dafür bin ich dankbar.
Angefangen hab‘ ich dieses Blog nur für mich selbst, aber ich merke schon jetzt, dass sich etwas ändert. Ich bin nicht alleine – Ihr seid nicht alleine.
Das gibt mir Kraft, obwohl es schwer ist.

Das Bloggen ist für mich wie Bungeespringen. Jeder Eintrag ein Fallenlassen.
Neulich bin ich dabei kurz mit dem Kopf unten aufgeschlagen, wahrscheinlich weil ich zu naiv war. Ich habe die Traumatrigger-Gefahr nicht gesehen oder unterschätzt. Die Quittung kam postwendend.
Darüber später mehr, wenn ich es verarbeitet habe.

Jetzt erstmal: 1000 Dank!

myyzilla

028 // Ode an Mike ;-)

Menschen, die alle ihre inneren Anteile anerkennen – auch und vor allem – die negativen, leiden weniger.

Ein Paradox auf den ersten Blick, doch wenn ich die negativen Gefühle zuerst anhöre, kommen automatisch positive hinterher. Wenn ich die negativen dauernd wegdränge oder ignoriere, bin ich damit so beschäftigt, keine negativen Gefühle zuzulassen, dass ich auch nix Positives mehr mitkriege. Ob das wohl einer der Gründe ist, warum einer Studie zufolge Sadomasochisten psychisch gesünder leben?

Alles ist Leben

Nun bin ich kein Experte für die Methode der Radikalen Erlaubnis, habe auch kein Seminar bei Mike Hellwig gemacht, obwohl diese im Vergleich zu anderen Methoden recht fairpreisig daherkommen. Was ich aber sagen kann: Er hat mir allein mit seinen Videos und drei seiner Bücher weitergeholfen – unter’m Strich ein Stück Heilung für knapp 30,- Euro. Dafür kann ich gar nicht genug Danke sagen.

Die immer größer werdende Verzweiflung, trotz allen Wissens um Methoden, wie Autosuggestion, positivem Denken, Imaginationsverfahren usw., keine nennenswerten Fortschritte zu machen, ließen meine Selbstzweifel, Unzulänglichkeits- und Schuldgefühle immer größer werden. Was ich im Stillen schon die ganze Zeit vermutete, wird endlich bestätigt. Von jemandem, der weiß, was ich grade durchmache und durchgemacht habe. Leid als Qualifikation – dem Hellwig nehme ich sein Konzept ab. Ich kann jedes Wort nachvollziehen und ich merke, er weiß, wie es sich in mir und jedem anderen mehr oder weniger traumatisierten Menschen anfühlt. Seine Arbeit verdient Respekt, auch wenn ich ihm nicht in alle Windungen seines Gehirns und Bauches folgen kann. Muss ich aber auch nicht.

Nach und nach gelingt es mir immer besser, mit Hilfe seiner Videos und der kleinen Audio-Sequenz, die er auf seiner Seite zur Verfügung stellt, mein Inneres zu erforschen und mache dabei einige wunderbare Erfahrungen. Nach Rückschlägen gibt es immer wieder Fortschritte. Energien, die ich früher dem Kämpfen geopfert hatte, werden frei für Anderes. Schönes!

Positives Denken macht uns zu Tätern

Autosuggestion und alle anderen Bewältigungsstrategien haben ihre Berechtigung, aber sie lösen keine Probleme. Sie sind maximal temporär nützliche Werkzeuge, um nicht kaputt zu gehen.

Langfristig erhöhen sie den Druck auf ihre Anwender, durch ihre Wirkungslosigkeit auf des Pudels Kern. Weil sie uns zwingen, das, was ist, zu leugnen. Sie zwingen uns im Grunde dazu, gegen uns selbst tätig und somit Täter zu werden. Wen wundert es da, wenn unsere inneren Kinder um so verzweifelter und rebellischer darum ringen, endlich wahrgenommen, endlich gehört und endlich mit dem anerkannt zu werden, was sie für uns getan haben?

Das lässt die Schreie der Kinder in uns nur lauter werden. Die Qual immer größer und uns selbst immer schwächer. Bis viele von uns aufgeben. Sich und die Hoffnung auf ein Leben in Frieden mit sich selbst verlieren. In Wahnvorstellungen, tiefe Depression oder verzweifelte Resignation verfallen. Unfähig, auch nur einen winzigen Teil von sich selbst je wirklich gefühlt zu haben. Unfähig, die vitalen Kräfte in sich als das wahrzunehmen, was sie sind: Sie sind das Leben.

Sie sind wir. Wir sind sie.

 

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