Meine Erfahrung mit den Augusta Kliniken Bochum

Im „Augusta“ (Abteilung: Gynäkologie) habe ich einige meiner schwersten und später dann definitiv schönsten Stunden meines Lebens verbracht. Zuerst war ich 2008 wegen einer Ausschabung nach meiner Fehlgeburt zwei Tage dort. Etwa ein Jahr später dann insgesamt fünf Tage, um meinen Sohn dort zur Welt zu bringen. 🙂

POSITIVES
Positiv fand ich das gesamte Pflegepersonal, die Hebammen und die Ärztinnen und Ärzte. Alle haben sich vorbildlich gekümmert und einen richtig guten Job gemacht.

Die Ärztinnen, die mir den Tod des kleinen Fötus, der da fast neun Wochen in meinem Bauch gewachsen war, bestätigen mussten und mich auf die Ausschabung vorbereitet haben, waren sehr einfühlsam und haben mir Mut gemacht, dass es bald wieder klappen könnte mit dem Kinderkriegen.

Sie haben ja auch Recht behalten 🙂

Die Geburt meines Sohnes (etwa ein Jahr später) war eine körperliche und psychische Grenzerfahrung, für die ich mir kein besseres Umfeld hätte vorstellen können.

Besonders Hebamme Erika, die ihren wohlverdienten Feierabend wegen uns verschoben hat, um mir in den letzten Momenten der Geburt nicht auch noch einen weiteren Hebammenwechsel zuzumuten, gilt mein Dank!

Die Zimmer waren freundlich eingerichtet. Da wir ein Familienzimmer gebucht hatten, konnten wir uns die ersten Tage ungestört um das neue Menschlein kümmern.

NEGATIVES
Ohne Witz: In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so schlechtes Essen bekommen … war es überhaupt „Essen“?
Ich bin da wirklich nicht pingelig, aber einen eingeweichten, ausgeblichenen Eierkarton mit orangenem Wasser als „Schweinebraten in Tomatensauce“ zu verkaufen, geht zu weit … 😀

Auch nicht soooo schön, war die Tatsache, dass man mich relativ lange „unten ohne“ mit gespreitzten Beinen auf dem OP-Tisch liegen ließ, bevor die OP begann. So konnte jeder der umherwuselnden Ärzte und Pfleger, sowie das Reinigungspersonal, das auch noch mal eben feucht durchwischen musste (Auf dem Boden natürlich!!!) mir von unten bis zu den damals noch vorhandenen Mandeln gucken. Muss man mögen … 😉