Meine Akupunkturmatte mit dem passenden Nackenkissen hatte ich mir eigentlich gekauft, weil ich in der Ergotherapie die Erfahrung gemacht habe, dass es mich im Falle einer Panikattacke beruhigt, wenn ich beide Handflächen auf die Akupunkturnoppen drücke. Offenbar kann dieser intensive, großflächige Reiz mich ganz gut aus der Angstspirale befreien oder zumindest soweit rausziehen, dass ich wieder klarer denken kann.

Wo sie schon mal da war, habe ich die Matte und das Kissen dann so genutzt, wie es vorgesehen ist.

Zuerst hatte ich Sorge, dass ich bei meiner Berührungsempfindlichkeit maximal mit Neoprenanzug auf der Matte zu liegen komme, aber offen bleiben und ausprobieren, sage ich ja immer.

So probierte ich es erst mit dickem Sweatshirt als Sicherungsschicht. Ergebni: Keine Wirkung, aber auch kein Problem. Mit T-Shirt wurde es schon interessanter, aber auch noch angenehm. Als ich nach etwa zehn Minuten auf der Matte fast eingeschlafen wäre, wurde ich so mutig, dass ich mich mit Unterhemd drauf traute.

Nach weiteren zehn Minuten im „Fast-Vollkontakt“ stellte ich fest, dass mein Blutdruck sich deutlich abgesenkt hatte (vorher 125/84 nachher 103/67) – kein Wunder, dass ich schläfrig wurde …

Da ein solcher Blutdruckwert nicht so schlimm ist, leg ich mich jetzt mehrmals die Woche auf Matte und Kissen.

Das Kissen kann man auch abmachen, so dass ich es manchmal auf der Couch oder im Sessel sitzend als Kopfstütze benutze. Dabei werden dann Nacken und Hinterkopf warm gepiekst, was ich als sehr angenehm empfinde.

Mir hilft’s. Im Migräne-Fall natürlich nicht dran zu denken, aber bei Spannungskopfschmerzen oder anderen Nackenverspannungen und Rückenschmerzen hilft die gesteigerte Durchblutung beim Entpannen. Leider bei mir nicht direkt gegen die Schmerzen.